De Waal
De Waal ist das kleinste Inseldorf und genau wie Den Burg, Oosterend und Den Hoorn
auf einer Erhebung gebaut. Auf der Nordwestseite des Dorfes (Polderweg) ist deutlich zu
erkennen, wie hoch das Dorf im Vergleich zu dem Polder Waalenburg liegt.

Bevor dieses Gebiet zum erstenmal trockengelegt wurde (1436), konnte das Meerwasser
ungehindert zwischen dem Dorf und den höheren Landstrichen rund um Den Burg strömen.
Wie schon erwähnt, stellten die Einwohner der verschiedenen Weiler mit Hilfe von
Dämmen Verbindungen zwischen den höher gelegenen Gebieten her. Vermutlich ist der
Bomendiek, der hübsche südliche Zugangsweg nach De Waal, einer dieser ersten Dämme.
Später wurde der Damm weiter aufgehöht und fungierte bis zur Trockenlegung des Polders
Waalenburg als Deich.
Ursprünglich gab es in De Waal eine Kirche aus Tuffstein. Sie wurde jedoch im 19.
Jahrhundert abgerissen und durch eine Kirche aus Ziegelstein ersetzt. Während des
Aufstandes der Georgier am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde diese Ziegelsteinkirche
unter Beschuß genommen und brannte schließlich ab. Bei ihrem Wiederaufbau stieß man auf
die aus Findlingen bestehenden Fundamente einer kleinen Kirche aus dem Mittelalter.
Die neue Kirche wurde 1952 vollendet. Bis 1961 hatte sie aufgrund eines Baustopps
für Kirchtürme keinen Turm. Die Orgel der Kirche war eines der Ausstellungsstücke, die
die Niederlande 1958 zur Expo nach Brüssel schickten. Die mennonistische Kirche, ein
Prototyp der von dieser Glaubensgemeinde genutzten 'verborgenen' Kirchen, auch
'Ermahnungen' genannt, ist 1972 abgerissen worden. Nur der Straßenname Vermaningspad
erinnert noch an das Gebäude.
Quelle: "Texel - Bild einer Insel"
- Herausgegeben vom VVV Texel.
Stadtplan-Quelle: VVV Texel.
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