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In den Ausstellungsräumen von EcoMare erhält man Information über die
Entstehung und die Entwicklung von Texel. Überdies wird ausführlich auf die Natur des
Wattengebietes und der Nordsee eingegangen. Doch nicht nur die natürliche Vielfalt des
Gebietes wird eingehend behandelt, sondern auch die Stellung des Menschen im Gesamtsystem
ist ein wesentliches Thema. Die Information wird aber nicht nur durch Ausstellungen
vermittelt; zum Zentrum gehört ebenso ein großes Meeresaquarium, in dem die für das
Wattenmeer und die Nordsee charakteristischen Fischarten und andere Tiere zu beobachten
sind. Weiter verfügt EcoMare über ein Bildungszentrum, das Programme für
Schulklassen und andere Gruppen anbietet und Natur-Exkursionen organisiert.
Jedes Jahr werden in dem Zentrum hunderte
von Vögeln aufgenommen: geschwächte oder im Straßenverkehr verunglückte Vögel;
solche, die mit Stacheldrahtzäunen in Berührung gekommen sind und vor allem die Opfer einer Ölpest.
Ihnen versucht man in dem Zentrum so schnell wie möglich zu helfen. Die Besucher haben
die Möglichkeit, den Mitarbeitern des Zentrums bei der Arbeit zuzusehen. In der
Vogelstation sind häufig mehrere Baßtölpel und Trottellummen zu sehen, Vogelarten, die
sich normalerweise auf offener See aufhalten. EcoMare ist vor allem wegen seiner Seehund(aufzucht)station bekannt. Den
Anfang machten 1951 die Verwalter des naturhistorischen Museums, das sich in einer Baracke
im Wald befand. Dieses texelsche Museum war der Vorläufer des heutigen EcoMare. Die
Seehunde, die man damals aufnahm, wurden nach ihrer Genesung nicht wieder im Wattenmeer
freigelassen. Die Jagd auf Seehunde wurde nämlich erst 1962 verboten. Bis dahin wurden im
Wattenmeer jährlich rund 600 Seehunde abgeschossen, weil man der Meinung war, es seien
schädliche Tiere, die den Fischern den Fang wegnähmen.
EcoMare nimmt nicht nur kranke Seehunde auf, sondern auch sogenannte
Heuler, junge Seehunde, die ihre Mutter verloren haben und vor Hunger und Einsamkeit
heulende Laute von sich geben. Außer diesen Tieren beherbergt EcoMare dauerhaft eine
große Gruppe von Seehunden. Es handelt sich dabei um Seehunde, die schon viele Jahre im
Zentrum sind und nicht mehr ausgesetzt werden können. Sie werden zu Zuchtzwecken
eingesetzt. Die im EcoMare geborenen jungen Seehunde werden später im
Wattenmeer freigelassen.
Quelle: "Texel - Bild einer Insel" - Herausgegeben vom VVV Texel.
Fotos: Michael
Malsy
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