EcoMare

 

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EcoMare

 

EcoMare beherbergt in einem einzigen Gebäude ein Informationszentrum, eine Seehund- und Vogelstation (Aufzucht), ein naturhistorisches Museum und ein Zentrum für Feldarbeit. Damit ist EcoMare das bedeutendste Informations-zentrum für das Wattengebiet und die Nordsee.

 


Das Zentrum liegt in einem 70 Hektar großen Dünenpark in der Nähe von De Koog. In diesem Park befinden sich auf relativ kleiner Fläche verschiedene Arten von Dünenlandschaften, die man über mehrere Wanderlehrpfade besuchen kann. Der Dünenpark ist nur für EcoMare-Besucher zugänglich.

 

In den Ausstellungsräumen von EcoMare erhält man Information über die Entstehung und die Entwicklung von Texel. Überdies wird ausführlich auf die Natur des Wattengebietes und der Nordsee eingegangen. Doch nicht nur die natürliche Vielfalt des Gebietes wird eingehend behandelt, sondern auch die Stellung des Menschen im Gesamtsystem ist ein wesentliches Thema. Die Information wird aber nicht nur durch Ausstellungen vermittelt; zum Zentrum gehört ebenso ein großes Meeresaquarium, in dem die für das Wattenmeer und die Nordsee charakteristischen Fischarten und andere Tiere zu beobachten sind. Weiter verfügt EcoMare über ein Bildungszentrum, das Programme für Schulklassen und andere Gruppen anbietet und Natur-Exkursionen organisiert.
 

 

Jedes Jahr werden in dem Zentrum hunderte von Vögeln aufgenommen: geschwächte oder im Straßenverkehr verunglückte Vögel; solche, die mit Stacheldrahtzäunen in Berührung gekommen sind und vor allem die Opfer einer Ölpest. Ihnen versucht man in dem Zentrum so schnell wie möglich zu helfen. Die Besucher haben die Möglichkeit, den Mitarbeitern des Zentrums bei der Arbeit zuzusehen. In der Vogelstation sind häufig mehrere Baßtölpel und Trottellummen zu sehen, Vogelarten, die sich normalerweise auf offener See aufhalten.

EcoMare ist vor allem wegen seiner Seehund(aufzucht)station bekannt. Den Anfang machten 1951 die Verwalter des naturhistorischen Museums, das sich in einer Baracke im Wald befand. Dieses texelsche Museum war der Vorläufer des heutigen EcoMare. Die Seehunde, die man damals aufnahm, wurden nach ihrer Genesung nicht wieder im Wattenmeer freigelassen. Die Jagd auf Seehunde wurde nämlich erst 1962 verboten. Bis dahin wurden im Wattenmeer jährlich rund 600 Seehunde abgeschossen, weil man der Meinung war, es seien schädliche Tiere, die den Fischern den Fang wegnähmen.
 

 

EcoMare nimmt nicht nur kranke Seehunde auf, sondern auch sogenannte Heuler, junge Seehunde, die ihre Mutter verloren haben und vor Hunger und Einsamkeit heulende Laute von sich geben. Außer diesen Tieren beherbergt EcoMare dauerhaft eine große Gruppe von Seehunden. Es handelt sich dabei um Seehunde, die schon viele Jahre im Zentrum sind und nicht mehr ausgesetzt werden können. Sie werden zu Zuchtzwecken eingesetzt. Die im EcoMare geborenen jungen Seehunde werden später im Wattenmeer freigelassen.
 

 

Quelle: "Texel - Bild einer Insel" - Herausgegeben vom VVV Texel.
Fotos: Michael Malsy
 
 
Ich danke vorab für jede Zuschrift: michael.malsy@texelbungalow.de
Copyright © 1999 Michael Malsy
Stand: 17. January 2009