Die Dünen
Wer das Verkade-Album von Jac.
P. Thijsse über Texel gelesen hat, weiß um
die Wertschätzung, die dieser Schreiber gegenüber der Dünenlandschaft empfunden hat. In
dem Gebiet ist der reiche Pflanzenwuchs auffallend, der durch eine Reihe von Faktoren sehr
begünstigt wird: hohe trockene Dünen, ausgedehnte Dünentäler, einige Seen in den
Dünen, relativ kalkreiche Dünen unmittelbar am Strand sowie alte, landeinwärts gelegene
relativ kalkarme Dünen, die oft von Heidepflanzen beherrscht scheinen. Daneben gibt es
die einzigartige Landschaft des "Slufters" in dem, durch die Nordsee
begünstigt, eine Salzflora wächst, wie wir sie nirgendwo in den Dünen antreffen
können.
In der Nähe am Strand gelegenen Dünen ist die Pflanzenwelt vor allem
durch den Strandhafer geprägt. Vom Wind bedrohte Dünenteile werden vor allem während
Herbst und Winter mit Strandhafer bepflanzt, um sie so zu sichern. Die Dünen sind sehr
empfindlich und deswegen gilt in diesen Gebieten auf der ganzen Insel der Grundsatz: Nur
auf den Wegen wandern!
Die Wanderwege sind durch Pfähle mit verschiedenfarbig gestrichenen Spitzen markiert,
wobei jede Farbe eine besondere Bedeutung hat:
GELB: ein durchgehender Weg, z.B. vom Parkplatz zum Strand.
BLAU: ein Rundweg, d.h. der Weg führt zum Ausgangspunkt zurück.
GRÜN: Weg durch dem empfindlichsten
Teil der Dünen.
Aus diesem Grund dürfen diese Wege auch nur in der Zeit vom 1.9. bis zum 1.3. benutzt
werden.
Der Lebensraum der Dünen hat vor allem als Brutplatz für ca. 60
verschiedene Vogelarten eine große Bedeutung. Der Löffelreiher ist darunter wohl die
seltenste, die Silbermöwe die häufigste Art. Von der letztgenannten Möwen-Art brüten
jetzt fast 10.000 Paare auf der Insel.
Neben den Möglichkeiten auf eigener Faust durch die Dünenlandschaft zu
wandern, bietet die Forstverwaltung (Staatsbosbeheer) auch Rundwanderungen unter
sachkundiger Anleitung an.
Quelle: "Fahrrad- und Wanderrouten TEXEL"
- Herausgegeben vom VVV Texel.
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