Der Hoge Berg
Durch die isolierte Lage der Insel entstand im Verlauf der Jahrhunderte
jene typische Landschaft Texel, wie wir sie heute noch vor allem im Gebiet des "Hoge
Berg" antreffen können. Hier wurde von alters her Schafzucht betrieben, wovon die
vielen Schafsställe mit ihrer auffallenden Bauweise zeugen. Einzigartig sind die sog.
"tuinwallen", relativ niedrige Erdwälle, die wir sonst nirgendwo auf der Erde
finden. Ab dem 17. Jahrhundert wurden mit diesen Wällen die verschiedenen Parzellen von
einander abgegrenzt, indem Grassoden zu etwa 1 Meter hohen Wällen aufgeschichtet wurden,
die sich oft kilometerlang über das Land zogen. Viele der "tuinwallen" sind
inzwischen verschwunden, da es heute effektivere Methoden gibt beispielsweise
Weideflächen voneinder abzugrenzen.
Um die charakteristischen "tuinwallen" für die Landschaft
Texels zu erhalten, hat die zuständige Reichsbehörde mit den Bauern, die bereit sind auf
ihrem Gebiet die "tuinwallen" zu erhalten, spezielle Übereinkünfte getroffen.
Gegenwärtig gibt es auf Texel noch ca. 100 km dieser Wälle, von den ein großer Teil im
Gebiet des Hoge Berg zu finden sind. Um diese Landschaft so gut wie möglich bei der
Raumplanung schützen zu können, ist sie seit 1968 als
"Landschaftsschutzgebiet" eingestuft. Durch die Vielzahl von vorhandener
Hohlwege - unbefestigte Wege, die von "tuinwallen" gesäumt werden - bietet die
Landschaft um den Hoge Berg herrliche Möglichkeiten für ausgedehnte Spaziergänge.
Quelle: "Fahrrad- und Wanderrouten TEXEL"
- Herausgegeben vom VVV Texel.
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