Der Wald

 

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Der Wald

 

Durch das Anlegen eines ca. 450 Hektar großen Waldgebietes in der Zeit zwischen 1898 und 1935 erfuhr der offene Charakter der Landschaft Texels eine enorme Veränderung. Bei der Aufforstung wurden zumeist Kiefernhölzer benutzt. Im Volksmund erhielt dieser Wald darum auch den Namen: De Dennen. Durch das Aufwachsen der ersten Generation Bäume entwickelte sich ein idealer Lebensraum zur Anpflanzung von Laubhölzern wie Eichen und Buchen, die von Natur aus eher hier zu Hause sind.

Aus diesem Grund wurde von 1930 an an vielen Stellen unter den Nadelbäumen Laubholz angepflanzt. Später wurden viele Nadelbäume geschlagen, um den aufwachsenden Laubbäumen den notwendigen Raum zu verschaffen. Als Folge dieser Maßnahme ist der größte Teil des ursprünglichen Kiefernwaldes in niedrigeren Lagen inzwischen durch Laubwald verdrängt worden. Lediglich die höheren, trockeneren Lagen sind für Laubhölzer ungeeignet, weswegen hier auch in Zukunft bevorzugt Nadelhölzer gepflanzt werden sollen.

Einer der Gründe den Wald anzulegen, war die Notwendigkeit, dem Versanden der Dünen durch deren Befestigung entgegenzuwirken. Erst später kam der Holzproduktion eine gewisse Funktion zu. Ein Teil des Überschusses wird durch die staatliche Forstverwaltung während der Wintermonate zum Zwecke der Ausdünnung wieder geschlagen. Die wohl wichtigste Rolle des Waldes ist gegenwärtig die des Erholungsgebietes. Der Wald ist in viel höherem Maße als beispielsweise die empfindliche Dünenlandschaft geeignet, allen Erholungssuchenden zugänglich zu sein. Die Forstverwaltung hat aus diesem Grunde viele Wander-, Fahrrad- und Reitwege sowie Spiel- und Grillplätze angelegt.

Obwohl der Wald heute eine kaum noch wegzudenkende Funktion auf der Insel erfüllt, ist durch sein Entstehen auch ein Stück einzigartigen "Wüstengrundes" verloren gegangen. Der wohl interessanteste Teil war die "Fonteinsnol" (Nol ist der Texelsche Begriff für Düne). Am Fuße dieser hohen Düne gab es eine Quelle, die ein natürliches Becken in der Nähe speiste und so für eine charakteristische Landschaft und große Pflanzenvielfalt sorgte. Während der Aufforstung versiegte die Quelle am Fuß der Düne, die heute mit ihrer Aussichtsplattform immer noch einen markanten Punkt in der Waldlandschaft darstellt.
 

Quelle: "Fahrrad- und Wanderrouten TEXEL" - Herausgegeben vom VVV Texel.
 
 
Ich danke vorab für jede Zuschrift: michael.malsy@texelbungalow.de
Copyright © 1999 Michael Malsy
Stand: 17. January 2009